ATV Kosmos

vendredi, 9. novembre 2018, 07:00 - 08:05
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Documentaires
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Die beiden Österreicher Carl Weyprecht und Julius von Payer haben auf dem Schlachtschiff "S.M.S. Tegethoff" vor rund hundert Jahren das Niemandsland der Antarktis erkundet. In der nur schwer zugänglichen Eiswüste haben die Forscher Erstaunliches gefunden: eine Artenvielfalt von Tieren, die sich perfekt an diese extremen Lebensräume angepasst hat. Im hohen Norden leben hundert Kilo schwere Seehunde, die sich im Wasser so elegant und leicht bewegen wie eine Ballerina. An den eisigen Stränden tragen Walrösser wuchtig wie Sumo-Ringer Revierkämpfe aus. Vor ihren riesigen Stoßzähnen haben selbst Eisbären Respekt. Dramatisch zu sehen ist auch, wie der Klimawandel den Eisbären den Lebensraum nimmt – diese müssen Hunderte von Kilometern schwimmen, um noch eine geschlossene Eisdecke zu finden, von der aus sie Robben jagen können. Die Dokumentation folgt den Spuren der Abenteurer, Eroberer und Jäger in das antarktische Meer. Riesige Gerippe an den Stränden der Inseln zwischen Südpol und Südamerika zeugen von der Zeit, als der Walfang noch ein lebensgefährlicher Kampf zwischen Mensch und Tier war. Das antarktische Meer ist außerdem eines der stürmischsten und tückischsten Gewässer der Welt. In der paradiesischen Abgeschiedenheit der Inseln, die als Vorposten vor dem Südpol liegen, brüten äußerst seltene Vögel wie das Alpenschneehuhn, Bruchwasserläufer oder Papageientaucher. Hier lebt auch der Caracara-Falke, der seltenste Raubvogel der Welt, von dem nur noch 1000 Brutpaare existieren. Die seit dem Falklandkrieg in den 80-er Jahren verminten Dünen sind für Menschen nicht mehr betretbar – für die federleichten Vögel bedeuten sie keine Gefahr. Auch die Pinguine haben die steinigen Strände für ihre riesigen Kolonien entdeckt.
Année:
2016
Thema:
Überleben am Ende der Welt – Von Pol zu Pol